Der Fels von Guatapé ist eine der bekannteren Sehenswürdigkeiten in Kolumbien und wirbt mit dem „besten Ausblick der Welt“. Von Medellín aus lässt er sich in wenigen Stunden erreichen. Dazu müsst ihr keine teure Tour buchen, sondern könnt ganz einfach auf eigene Faust hin fahren.

Kosten:

Hin- und Rückfahrt 26.000 COP pP
Tuk Tuk zur Innenstadt 5.000 COP pP
Eintritt Fels von Guatapé 18.000 COP pP
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49.000 COP pP = ca. 14.30€ pro Person  für den Tagesausflug

Anreise:

Wie die meisten Ausflüge kann man die Fahrt nach Guatapé entweder als Tour bei jeder Agentur in Medellin buchen oder auf eigene Faust dorthin reisen. In diesem Fall würde ich die Reise auf eigene Faust empfehlen, auch wenn die meisten Touren noch einige Zusatzaktivitäten, wie eine Bootsfahrt  bieten. Die meisten Aktivitäten könnt ihr auch vorort noch buchen.
Die Fahrt nach Guatapé kostet von Medellín aus 13.000 COP pro Fahrt, diesmal wurde das Ticket erst beim Ausstieg nahe des berühmten Felsen verlangt, also Ticket aufheben!
Genau mit dem gleichen Bus kommt man auch zurück, der Fels von Guatapé ist allerdings nur ein Zwischenstopp, der eigentliche Busstop befindet sich im sehenswerten Ort nebenan. Macht euch also darauf gefasst, an einer Tankstelle einige Kilometer vor der Innenstadt von Guatapé aussteigen zu müssen. Da der letzte Bus voll sein könnte würde ich euch empfehlen den Rückweg aus der Innenstadt anzutreten. Dort befindet sich ein kleiner Busbahnhof.
Die Innenstadt von Guatapé erreicht man von dieser Tankstelle aus  entweder mit eben jenem Fernbus der euch dorthin gebracht hat für weitere 3000 – 5000 COP, ein Ausstieg und anschließende Weiterfahrt ist nicht möglich. Der Fernbus aus Medellin kommt aber nur ungefähr jeder Stunde und kann euch möglicherweise nicht mitnehmen, da es Vorort ein Tuk Tuk-Unternehmen gibt, die die Fahrt für 2 Personen für 10.000 COP anbieten. Hier hat die Tuk Tuk – Mafia eventuell Vorrang.
Der Preis für das Tuk Tuk in die Innenstadt ist zwar teuer aber noch im Rahmen, absolut nicht zu empfehlen ist die Fahrt mit eben jenem Tuk Tuks vom Busstop am Felsen, zum Eingang vom Felsen. Er fährt euch für 10.000 COP gefühlte 500 meter nach oben und lässt euch dann vor dem Parkplatzeingang raus. Wenn ihr nicht völlig fußfaul seid, solltet ihr diese Strecke gehen. Fußfaul solltet ihr für diesen Ausflug auch nicht sein, denn um den Felsen zu besteigen müsst ihr über 659 Stufen 200 Meter nach oben – Einen anderen Weg gibt es nicht.

 

“The best view in the world” Der Fels von Guatapé

Die besondere Form des Felsen ist ikonisch, kommt man an dem Felsen fällt einem wahrscheinlich die Beschriftung “GI” an der Seite auf. Dabei handelt es sich um ein nicht fertig gemaltes “GUATAPE”. Denn ob der Fels wirklich zu Guatapé oder zum benachbaten El Peñol gehört, darüber herrscht Streit. Die Beschriftung war ein Versuch der endgültigen Klärung. Dieser versuch wurde von den Bewohnern von El Peñol aber vereitelt und so findet man die Buchstaben seither auf de m Felsen. Nebenbei haben auch die Anhänger von Athletico Nacional den Fels markiert.

 
Direkt vor dem Fels gibt es einen Schotterplatz mit jeder Menge Restaurants und Kiosken. Hier sollte man sich trotz der erhöhten Preise noch mit Wasser eindecken. Denn nun geht es zum Treppensteigen in der Hitze. Ihr müsst unten an der Kasse 18.000 COP Eintritt zahlen, am oberen Eingang wird man nur kontrolliert. Dann geht es 659 Stufen nach oben. Es ist zwar anstrengend aber machbar, vor mir hat das Ganze jemand mit Krücken gemeistert, also sollte das für keinen ein Problem darstellen. Die Treppen nach oben und nach unten sind unterschiedliche, der größere Stau bildete sich nach unten. Das Tempo nach oben ist auch nicht sonderlich hoch und die Treppen sind verwinkelt in den Fels gebaut und deshalb oft schattig.

Oben angekommen erwarten einen dann zwei Cafes und ein Aussichtsturm. Die Stufen darin zählen nicht zu den 659, auch die zum Fels werden natürlich nicht mitgezählt, alles in allem kommt ihr auf ca. 850 Stufen, wenn ihr den Fels normal nach oben geht. Der Aussichtsturm erlaubt an deinem eben diese “Schönste Aussicht der Welt”. Die Landschaft ist allerdings so nicht natürlich entstanden, sondern das geflutete Gelände ist durch den Bau eines Staudamms entstanden. Schön ist es dennoch anzusehen – Der schönste Blick der Welt scheint mir aber ein wenig übertrieben.
Abgesehen davon musste man auf dem Aussichtsturm aufpassen, nicht von einem Selfie-Stick erschlagen zu werden. Durch zahlreiche Souvenirshops im Turm ging es dann nach unten, wo noch ein paar kühle alkoholhaltige Getränke zu sich genommen werden konnten.
Auf dem Fels herrschte auch Rauchverbot, folgte man den Schildern – wenn man sich trotzdem eine anzündet interessiert das den Kolumbianer naturgemäß aber herzlich wenig.
Alles in Allem war es ein sehr lohnenswerter Ausflug, wenn auch nicht der Beste der Welt, so war der Ausblick dennoch beeindruckend. ´Der Fels ist beeindruckend, die Landschaft ist wunderschön und nicht allzu weit von Medellín entfernt. Dieses schöne Stück Kolumbien solltet ihr meiner Meinung nach nicht verpassen.

Danach ging es in die kleine Stadt Guatapé, mit dem Tuktuk für 10.000 COP, da wir in der Hitze nicht ewig auf den Bus warten wollten. Dort wartete am 31.12. der Karneval auf uns, mehr dazu im nächsten Artikel.