Preise:

Essen & Trinken in Moskau:

Bier im Supermarkt: 1,20 Euro

Bier in einer Bar:  2-5 Euro

Longdrinks: 6-10 Euro

Essen:  ~10 Euro

 

Wie hält es sich mit dem Alkoholkonsum?

Die Stadt ist für das Trinken bekannt, sind also Exzesse zu erwarten? Jein, Alkoholleichen auf den Moskauer Straßen sind Geschichte. denn seit neuestem ist, wie in den USA das Trinken auf der Straße nur erlaubt, wenn man das alkoholische Getränk in einer Tüte hat. Ansonsten steppt in der Stadt bereits ab Donnerstag der Bär, denn Russen und Russinnen lieben das trinken ebenso wie wir. Es gibt sehr viel importiertes Bier, vor allem aus Deutschland, das auch preislich oft das Niveau eines Longdrinks besitzt und ähnlich chic ist.

Spartipps?

Vergleicht die Preise vorher, ein Bier kann 2 Euro, wie z.B. im Kamchatka (Kuznetskiy: Most, 7) oder der Kette Mumu (kyrillisch: MyMy) kosten aber auch 5-10 Euro. Das Aussehen der Läden spielt hierbei nur bedingt eine Rolle. In den genannten Läden kann man auch wunderbar günstig Essen. Beide liegen zentral, also schaut ruhig vorbei.

 

Wie sind die Leute drauf?

Die Leute sind offen und freundlich, besonders die jungen Frauen sind aufgeschlossen. Das Englisch der meisten jungen Leute ist auch richtig gut, ansonsten sprechen sie auch oft eine andere europäische Fremdsprache. Sie trinken gerne und zeigen Fremden gerne ihre Stadt. Politische Äußerungen und Diskussionen sorgen eher für Unwohlsein, Meinungen werden geäußert, aber eher bedeckt und bedacht. Also denkt bei Gesprächen daran, dass Politik nicht unbedingt das beste Thema ist.

 

Wie komme ich von A nach B?

Taxis: Die meisten Taxis fahren über Apps (z.B. Uber), viele unseriös aussehende, da keine offiziellen Wägen, nehmen euch auch nach vorheriger Preisverhandlung mit.
Uber: Hierzu kann ich euch leider keine Erfahrungsberichte liefern, es soll aber super funktionieren!
Metro: Die Moskauer Metro ist berühmt und das völlig zurecht. Alle 1,5 Minuten fährt ein Zug, somit ergeben sich eigentlich keine Wartezeiten. Man muss nur relativ lange Strecken von Line zu Line durch die prunkvollen Bahnhöfe zurücklegen. Man erreicht eigentlich jedes Ziel in einer atemberaubenden Geschwindigkeit und mit Gratis-Wifi in allen Zügen. Ein Ticket kostet 55 Rubel, überlegt euch vorher ob sich nicht ein 10er oder 20er Ticket lohnt. Achtet auf die Fahrzeiten, leider fährt die Metro Nachts von 1:30 – 6:00 Uhr nicht.

 

 

Darauf gilt es zu achten:

Moskau ist wirklich sicher, jedenfalls die Innenstadt ist deutlich entspannter als manche Osteuropäischen Städte.
„Spontan morgen nach Moskau – eher schwierig.“
Natürlich sind deutsche Reisende das nicht wirklich gewohnt, aber für Russland benötigt man im Vorhinein ein Visum. Das kostet oft so viel wie die Flüge oder gar mehr, aber die interessante Stadt ist es absolut wert. Kostenpunkt 49-80 Euro, beantragt das Visum rechtzeitig und kümmert euch um eine Russlandbescheinigung bei der Krankenversicherung. Seid ihr nicht in der nähe einer Botschaft oder wollt euch Stress ersparen, sucht euch ein Reisebüro die diesen Service anbieten, in vielen geht das unkompliziert und schnell.  Zur WM dieses Jahr gibt es eine Ausnahmeregelung, die den Ticketinhabern erlaubt ohne Visum einzureisen.
Alkohol wird in Supermärkten nach 11 nicht mehr verkauft, also höchste Zeit in einer Bar zu sein.
Viele Bars wie z.B. das „Propaganda“ sind erst Restaurants bzw. Burger Bars und werden dann direkt zu Clubs, also lasst euch nicht täuschen, wenn es in der Gegend vor 0:00 nicht nach Clubs aussieht.
Na Strovje heißt zwar „auf die Gesundheit“, aber nicht unbedingt Prost.

Wo habe ich geschlafen?

Unterkünfte:

Kremlin Lights Hostel:
Betten und Zimmer eher im Stil einer alten Jugendherberge und auch die Sanitären Anlagen sind auch nicht das Gelbe vom Ei, dass die Angestellten mit uns im gleichen Dorm schliefen war ebenfalls etwas befremdlich. Was aber als absolut positiv zu bewerten ist, ist die Lage. Man ist Tür an Tür mit dem Kreml und für einen Wochenendtrip zum Sightseeing würde ich das Hostel auch als geeignet betrachten, für mehrere Tage gibt es aber sicher bessere Alternativen.
Godzilla Hostel:
Die Lage ist ebenfalls gut, man erreicht alle Sehenswürdigkeiten einfach mit der Metro. Die Betten waren deutlich komfortabler, was auch für die Sanitären Einrichtungen gilt.

 

Was gibt es zu sehen:

In Moskau gibt es eigentlich an jedem Ende einer Straße etwas zu sehen, die Stadt strotzt vor Geschichte. Sozialistische bauten, Statuen oder auch die 12 Stalin-Hochhäuser beeindrucken auch abseits des Kremls oder des roten Platzes. Das oft angepriesene Kosmonauten-Museum empfand ich eher als langweilig. Die Metro würde ich dank der tiefen Rolltreppen und der prunkvollen Stationen auch als Sehenswürdigkeit beschreiben.

 

Flair der Stadt:

Moskau kann auf den ersten Blick befremdlich wirken, dennoch ist die Stadt recht einfach zu verstehen und die Leute entgegen der oft gehörten Meinung in Europa sehr hilfsbereit. Wie überall hilft man sich am besten selbst, hierfür reicht schon kyrillisch zu lesen. Es ist wirklich machbar, eventuell auch mit einem Übersetzungsplan. Nach 2 Tagen hat man den dreh raus und man versteht mehr als man denken mag.
Moskau ist auch eine sehr internationale Stadt, so kann man mehrere deutsche Wirtshäuser oder auch ein nordkoreanisches Restaurant besuchen. Das Essen war sehr lecker und auf den Bildschirmen laufen Videos von Raketenstarts, untermalt von Streichkonzerten. Das Restaurant befindet sich in einem Keller in einem Industriegebiet.  Letzteres ist eine Seltenheit auf der Welt und definitiv eine Skurrilität, der Besuch war sehr befremdlich, aber nicht wirklich unangenehm.

 

 

Night out in Moskau: 

Nicht überzeugen konnte mich die Großraumdiskostadt am Bolotnaya Square, hier ist zwar ab und zu freier Eintritt, aber es ist im Club dafür entsprechend teuer (12 Euro für eine Pfütze von Longdrink). Außerdem verläuft sich in den riesigen Clubs alles. Es herrscht eine Stimmung zwischen angesoffenen Jugendlichen und elitären Russen.

Ich habe eindeutig die kleineren Clubs bevorzugt. Ich war in zwei zentralen Gegenden. Einmal direkt am Roten Platz, mit einer Menge alternativer Bars, wie zum Beispiel das Rhythm & Blues (Starovagankovskiy Lane).

Ein weiterer Tipp ist die Gegend bei Lubyanka, hier finden sich auch einige Bars und Clubs unter anderem das bereits erwähnte Propaganda oder die Bourbon Street Bar. Beide erhalten von mir eine absolute Empfehlung.
 

Mein Fazit zu Moskau:

Moskau ist eine unglaublich große Stadt, die viel zu bieten hat. Sie hat mich überrascht, da sie sehr modern ist und sehr viele westliche Einflüsse, wie z.B. die Musik die Kultur beeinflussen. Die Stadt hat schöne und auch beeindruckende Gebäude, die prunkvollen Metro Stationen und die sozialistischen Statuen geben den Rest dazu. Natürlich hatte die Stadt auch Ecken die mir nicht gefallen haben, aber unsicher habe ich mich nicht gefühlt. Dank des niedrigen Kurses der Landeswährung Rubel war für mich als Euroverdiener vieles bezahlbar. Die einst teuerste Stadt der Welt kann als momentan auch relativ günstig besucht werden. Also macht euch auf die Socken!