Buenos Aires im Überblick

 

 

Wie teuer ist Buenos Aires ungefähr:
Bier im Supermarkt: ca. 50 – 80 Pesos (ca. 2,50 – 4 Euro) für 1 Liter. Kommt auf Viertel und Markt an.
Bier in einer Bar: 70 Pesos (3,50 Euro) für den Pint
Longdrinks: 100 – 120 Pesos (5-6 Euro) in den meisten Bars
Essen:  120-160 Pesos (6-7 Euro) für Burger
Übernachtung: 8 -20 Euro im Hostel Dorm
Metro: 7,5 Pesos pro Fahrt (ca. 40 Cent)
Bus: 6, 5 Pesos pro Fahrt ( ca. 33 Cent)

 

 

Tipps für Sparfüchse:

  • Gebt beim Bierkauf immer eine Pfandflasche ab, in den meisten Hostels stehen welche
  • Die Preise variieren zwischen den Vierteln, Palermo und Recoleta sind in der Regel teurer als die von mir beschriebenen Preise in San Telmo
  • Nehmt Bargeld mit, der Blue Dollar wurde zwar abgeschafft, dennoch bekommt ihr auf der Straße gute Kurse
  • Am Geldautomat zahlt ihr um die 10 Euro Gebühren pro Abhebung. Auch deshalb ist Bargeld oder eine gute Kreditkarte zu empfehlen

 

Wie komme ich in Buenos Aires von A nach B?

 

Taxi:
Taxis in Buenos Aires haben angemessene Preise, 20 Minuten fahrt kosten um die 100 Pesos, allerdings ist der Verkehr einzuberechnen.
Uber:
Ist meistens günstiger als ein Taxi, aber illegal in Argentinien. Die Konsequenz daraus ist, dass oft wenige Autos zur Verfügung stehen und man vorne einsteigen sollte. Außerdem sollte man das Uber nicht zu Taxi Hot-Spots bestellen, denn die Taxifahrer machen Jagd auf Uber- Fahrer. Uns ist das so an der Station von Colonial-Express passiert. Der Uber-Fahrer wurde als solcher identifiziert und trat aufs Gas, weil die aufgeregten Taxifahrer ihm hinterherliefen.
Metro:
Die Metro ist sehr günstig, erreicht aber längst nicht alle Orte der Stadt und sie schließt leider sehr früh die Pforten. Die letzten Züge fahren zwischen 12 und 1 Uhr und die ersten fahren wieder um 7 Uhr. Den genauen Fahrplan findet ihr hier. http://www.buenosaires.gob.ar/subte/horarios
Deshalb ist die Metro für eine Partynacht leider ziemlich ungeeignet, tagsüber aber eine gute Möglichkeit um schnell durch die Stadt zu kommen.
Bus:
Die Busse fahren auch nachts und sind ebenfalls eine gute Möglichkeit die Stadt zu bereisen, allerdings könnt ihr nicht Bar bezahlen. Checkt die Routen auf Google Maps und geht sicher, dass ihr in die richtige Richtung fahrt, aber vor Allem erwartet keine Pünktlichkeit – ihr seid in Lateinamerika.
Darauf gilt es zu achten:
Man benötigt in Buenos Aires, wie in den meisten Städten Argentiniens eine Prepaid-Karte für die öffentlichen Verkehrsmittel. In Buenos Aires heißt diese SUBE und ist an vielen Kiosken zu erwerben. Dazu benötigt ihr einen Ausweis und zahlt eine Pauschale von 25 Pesos (2,20 Euro). Zusätzlich müsst ihr noch Guthaben auf die Karte laden, dieses könnt ihr dann zum Bus oder Metro fahren verwenden. Für Sparfüchse gut zu wissen: Die SUBE Karte kann um 20 Pesos überzogen werden!
Weiter Infos hier: https://mitarjetasube.com/comprar-tarjeta-sube/

 

Kann man in Buenos Aires gut saufen?

Buenos Aires hat ein florierendes Nachtleben, eigentlich an jedem Tag und an vielen Orten. Etwas gehobener geht es in Palermo zu, deshalb ist das Inn-Viertel auch der Anlaufpunkt für die meisten Touristen und ein relativ sicherer Ausgehort. Hier finden sich auch viele bekannte Clubs wie zum Beispiel das Kika. Aber auch das Nachtleben von San Telmo, mit seinen versteckten Bars, lädt zu feucht fröhlichen Nächten ein. Hier hat mir die Bar „Puerta Rocha“ sehr gut gefallen.
Man sollte in Argentinien allerdings bedenken, dass das Nachtleben spät startet. Mit spät ist gemeint, dass es um 10-12 zum Abendessen geht und in den Bars und Clubs frühestens ab 2 Uhr was los ist. Vorher muss man nicht ausgehen und die Party geht normalerweise mindestens bis 6 Uhr morgens. Gewöhnt euch an den späten Rhythmus, sonst habt ihr nicht viel von der Partynacht. Mir gefällt das Nachtleben in Buenos Aires sehr gut, man kann sich einfach einer Gruppe anschließen und Spaß haben.

 

Wie sind die Leute in Buenos Aires drauf?

Die Menschen in Buenos Aires füllen die komplette Spanne, die man sich denken kann. Von freundlich bis mysteriös ist alles dabei und man muss an  allen Ortes mit rumlungernden Menschen rechnen, was die Stadt gerade in der Nacht unangenehm machen kann. An sich sind die Argentinier sehr verrückt und auch offen, man kann viel Spaß mit ihnen haben.

 

Wie sicher ist es in Buenos Aires?

Man fühlt sich zugegebenermaßen nachts in manchen Gegenden ein wenig unsicher. Allgemein gelten die Viertel Palermo und Recoleta als die Sichersten. Gerade in Recoleta fand ich es auch nachts nicht unangenehm herumzulaufen. In San Telmo waren einige komische Gestalten auf der Straße, aber es ist dennoch ein wunderbares und wirklich kein sonderlich unsicheres Viertel. An den Gestalten sollte man einfach zielstrebig vorbeigehen und auch wenn sie etwas sagen nicht anhalten oder anschnorren lassen. Beachtet man diese Grundregeln passiert in den meisten Fällen auch nichts. Hundertprozentige Sicherheit gibt es nie, aber zu viel Angst sollte man vor Buenos Aires auch nicht haben.

 

Wo habe ich geschlafen?

Petit Recoleta:
Es liegt zwar in einer sicheren Gegend, dennoch hatte mein Zimmer wenig Charme. Es ist eher eine Möglichkeit für eine günstige Nacht, aber wirklich empfehlen würde ich es nicht. Es ist weder eine Hostel-Gemeinschaft vorhanden, noch ist es besonders gemütlich. Auch die kleinen Badezimmer sind eher nervig als charmant.
 
Florida Hostel Suites:
Sehr nah am Obelisco und in der Fußgängerzone, in der die ganzen „Cambio“ schreienden Geldwechsler stehen. Ein sehr großes Hostel, aber wer große Hostels mag ist hier gut aufgehoben. Es ist sehr zentral und bietet eine Reihe von Aktivitäten. Das bekanntere Partyhostel in BA nennt sich allerdings Millhouse.
 
Art Factory San Telmo:
Das Hostel besticht vor allem durch seine Tolle Dachterrasse mit Bar. Ein wirklich guter Ort um abzuhängen und die Sehenswürdigkeiten der Stadt sind nicht weit entfernt. Die Stimmung im Hostel gleicht eher einem Jugendheim. Wenige und enge Toiletten und Duschen, alte Sofas und volle Zimmer. Dennoch hat der Altbau absolut Charme und ich hatte eine gute Zeit auf der Dachterrasse.
 
Hostel Suites America del Sur:
Nur zwei Straßen vom Art Factory entfernt liegt dieses Hostel. Es wirkt auf den ersten Blick sehr Clean und eher wie ein Hotel. Es gibt einen Innenhof, der sehr laut ist und eine Küche mit gutem Frühstück. Im Internet ist es oft nicht teurer als das Art Factory. Die Zimmer, Toiletten und Duschen sind deutlich besser, allerdings fehlt die geniale Dachterrasse. Direkt gegenüber befindet sich die Bar „Puerta Rocha“. Eine wirklich gute Wahl, wenn einen der Innenhof nervt.



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Was gibt es zu sehen?

Buenos Aires ist für mich eine der Interessantesten Städte der Welt, aber sie lebt eher durch ihren Flair, als durch großartige Sehenswürdigkeiten. Die größte Sehenswürdigkeit dieser Stadt ist natürlich der Argentinische Fußball. Er ist beeindruckend und verrückt, die Massen wissen zu begeistern. Wer einmal eine Boca Party am Obelisk erlebt hat, weiß wie fanatisch Buenos Aires mit seinen unzähligen Teams ist. Die größten sind: Boca Juniors, River Plate, Racing Avellaneda, Independiente, San Lorenzo und Huracan. Mehr über meinen Spektakulären Besuch beim Gewinn der Meisterschaft der Boca Juniors lest ihr hier.
 
Ein paar andere Orte der Stadt sollte man zumindest gesehen haben.

 

Every city has its emblem:

In Buenos Aires ist das der Obelisk (Obelisco). In der Mitte der einst größten Straße der Welt liegt das Wahrzeichen der Stadt. Ein Erinnerungsfoto ist der Platz am ikonischen Punkt der Stadt sicher wert.

Friedhof Recoleta.
Der prunkvolle Friedhof wirkt eher wie eine Stadt für die Toten. Auch die bei der Elite verhasste Evita Peron liegt hier, allerdings nur dem Umstand geschuldet, dass ihre Leiche lange verschwunden war. Der Friedhof ist beeindruckend, dennoch fand ich es seltsam einen Friedhof als Sehenswürdigkeit zu sehen.

 

 

San Telmo:
Durch die Innenhöfe des Viertels zu laufen macht besonders Spaß und es gibt viel zu entdecken. Das Viertel ist berühmt und berüchtigt für seinen Sonntags stattfindenden Markt. Ich bin kein großer Markt Liebhaber, aber man bekommt dort eigentlich alles. Vor allem ist es eine gute Möglichkeit, den eigenen Mate-Becher zu erstehen.
Am Plaza Dorrego kann man sich ein etwas teureres Bier genehmigen und den Tango Tänzern zuschauen. Aber San Telmo kann auch super günstig und aufregend sein. Neben den teureren Parrillas und Steak Lokalen, gibt es natürlich ein paar hippe Burger Buden, mit ausgezeichneten Burgern. Aber es muss nicht hip sein, für günstiges und gutes Essen. Ich empfehle euch die Blutwurst, genannt Morcilla, in „Nuestra Parilla“. Eine Art Garage, in der ein Grill steht, dort wird allerlei Gegrilltes mit Weissbrot angeboten. Richtig lecker und mit 60-100 Pesos wirklich erschwinglich.
Hinter dem Plaza Dorrego befinden sich noch die Innenhöfe von San Telmo, sie sind wirklich schön und fanden nicht umsonst Verwendung im Film „Focus“ mit Will Smith. Eine weitere Szene findet in Buenos Aires berühmtestem Viertel – la Boca – statt, welches nicht zuletzt wegen dem dort ansässigen Fußball Club bekannt ist.

 

La Boca:
Das bekannte Hafenviertel ist bunt und kreativ. Das Viertel darum sollte man eher meiden. Ich bin zwar des Öfteren durchgegangen, dennoch kann einem etwas passieren. Ich wurde hier einmal blöd angelungert. Vor allem bei Nacht sollte man hier nicht verweilen. Aber ein schöner Tagesauflug inklusive der Besichtigung des berühmten Stadions „La Bombonera“ (Die Pralinenschachtel) ist eigentlich Pflicht in Buenos Aires.

Tigre:
Das Flussdelta vor der Stadt hat einige schöne Häuser zu bieten, die nur mit dem Boot erreichbar sind. Interessant zu sehen und eine super Möglichkeit, mit dem Zug hin und mit der Fähre zurück nach Buenos Aires zu fahren. So hat man einen tollen Blick auf die Stadt. Sicher kein must-do, aber ein schöner Tagesausflug.

 

Mein Fazit zu Buenos Aires:
Diese Stadt besticht durch einen unvergleichlichen Flair. Der Mix aus französischer, italienischer und spanischer Architektur, die Mischung zwischen völliger Lockerheit und totaler Anspannung, die Hektik und die Kreativität dieser Stadt haben mich gefangen. Als Fußballfanatiker kann ich diese einmalige Stadt einfach nur Lieben. Essen, Trinken, Unterhaltung und Kunst – Die Möglichkeiten in Buenos Aires sind vielfältig und wenn man weiß was man will, wird man hier auf seine Kosten kommen.